Patientenstimme – Ihr Weg in einem Jahr

Einer meiner Patienten, Herr M., hat in einem Jahr 67 Kilo abgenommen – und sein Diabetes ist heute in Remission. Eine Geschichte, auf die ich unglaublich stolz bin.

Aber wisst ihr, was mich an seinen Worten am meisten berührt hat? Er hat gesagt: ‚Ich hatte das Gefühl, dass es euch wirklich interessiert, wie es mir geht.'

Und genau das ist der Kern meiner Arbeit. Wenn ich frage ‚Wie geht es Ihnen?', dann meine ich das wirklich ernst. Denn für mich als Ärztin beginnt Heilung da, wo ich verstehe, wie es einem Menschen seelisch geht – wer dieser Mensch ist. Daraus entsteht Vertrauen. Und nur über ein vertrauensvolles Gespräch zwischen Arzt und Patient kommen wir beide besser ans Ziel.

Ich sage niemandem, wo es langgeht. Ich bin eine Begleiterin. Ich höre zu und gebe meinen besten medizinischen Rat – aber den Weg geht jeder selbst. Wichtig finde ich, dass Patienten ihre Erkrankung und deren Ursache verstehen – damit wir gemeinsam eine bessere Entscheidung über die erforderlichen Maßnahmen treffen können, die wichtig sind, um an eine Heilung heranzukommen.

Und das Erfolgserlebnis am Ende? Das ist die Gesundheit. Und das Wohlbefinden, das damit zurückkommt.


Danke, Herr M., dass ich Sie ein Stück begleiten durfte.





Ausgangssituation & Motivation
1. Wie ging es Ihnen vor einem Jahr – körperlich und im Alltag?
Mit knapp 180 kg ging es mir nicht sehr gut. Ich war schnell müde und brauchte zwischendurch viele Pausen auf der Arbeit. Ich war träge, lustlos und ständig schlecht drauf, auch zuhause.
2. Was war für Sie der Moment, an dem Sie gesagt haben: „Jetzt ändere ich etwas"?
Mein Hausarzt hat mich aufgrund meiner schlechten Blutwerte zu einem Diabetesarzt geschickt, und der hat mir gesagt, dass ich Diabetiker bin. Das hat mich erstmal geschockt. Es war von Operation und/oder Abnehmspritze die Rede. Aber ich wollte es erstmal anders versuchen.
3. Was hat Sie über das ganze Jahr hinweg motiviert, dranzubleiben – auch an schwierigen Tagen?
Ich habe einen Ernährungskurs besucht, mir eine Waage besorgt und alles mittels einer App aufgezeichnet. Der schnelle Erfolg hat mich angetrieben, meine gesteckten Ziele zu erreichen. Es hat irgendwann angefangen Spaß zu machen, jeden Tag die Erfolge auf der Waage zu sehen.
Der gemeinsame Weg
4. Wie haben Sie unsere gemeinsame Behandlung erlebt? Was war anders als bei früheren Versuchen?
Bei den früheren Versuchen, die es halbherzig gab, hatte ich nicht unbedingt von meinem ehemaligen Arzt die richtige Unterstützung. Es hieß oft, es sei zu spät und ich hätte nur noch 10–15 Jahre zu leben. Das war hier jetzt anders.
5. Was war die größte Herausforderung – und wie haben Sie sie gemeistert?
Die größte Herausforderung war, sich einzugestehen, dass es so nicht weitergehen kann. Nachdem ich mit Hilfe meiner jetzigen Ärztin den Anfang gemacht habe, war ich überrascht, dass man schnelle Erfolge beim Abnehmen haben kann.

6. Gab es etwas, das Sie überrascht hat (an Ihrem Körper, an sich selbst, am Prozess)?

Ich war überrascht davon, dass man nur mit Ernährung bzw. Essverhalten schnellen Erfolg haben kann. Körperlich bin ich positiv überrascht, dass sich vor allem an den Ober- und Unterschenkeln alles wieder schön zurückentwickelt hat – sprich, es ist alles dünner und ästhetischer geworden. Einzig am Bauch ist es nicht ganz so schön. Damit kann ich aber leben, und es tut dem Stolz und dem Wohlgefühl keinen Abbruch.

Wie es Ihnen heute geht
7. Wie fühlen Sie sich heute – mit rund 60 kg weniger?
Bis zum heutigen Tag habe ich 67 kg weniger, und es geht mir hervorragend damit.
8. Was hat sich in Ihrem Alltag konkret verändert (Schlaf, Energie, Bewegung, Sport)?
Ich bin viel fitter als vor einem Jahr. Ich bin jeden Abend noch mindestens eine Stunde mit dem Hund im Wald, am Wochenende auch 2-mal am Tag. Außerdem bin ich in Abständen, wenn es die Zeit zulässt, mit dem Fahrrad unterwegs.
9. Was bedeutet es für Sie, dass die Diabetes-Diagnose heute nicht mehr besteht (Remission)?
Das war meine größte Sorge, dass ich eventuell irgendwann spritzen muss. Mit viel Disziplin bei der Ernährung konnte ich die Werte in den normalen Bereich bringen, und das bedeutet mir sehr, sehr viel.
Praxis & funktionelle Medizin
10. Was hat Ihnen an unserem ganzheitlichen Ansatz besonders geholfen – über die reine Medizin hinaus?
Ich glaube, in vielen Fällen könnt ihr nur versuchen, die Leute auf den richtigen Weg anzustoßen. Bei mir habt ihr, glaube ich, den richtigen Ton getroffen. Ich hatte das Gefühl, dass es euch interessiert, wie es mir geht. Das hatte ich bei anderen Ärzten leider nicht.
11. Welche Rolle haben die persönliche Begleitung und Motivation in der Praxis für Sie gespielt?
Dass mir jemand den Weg aufzeigt, den ich zu gehen habe. Alleine hätte ich das wohl nicht geschafft. Ihr gabt mir den Stupser, den ich brauchte.
12. Was würden Sie jemandem sagen, der heute noch zögert, den ersten Schritt zu gehen?
Dass es sich lohnt, diesen Schritt zu machen. Man braucht ein wenig Disziplin, und ich würde auf jeden Fall diesen Ernährungskurs mitmachen. Alles muss man sicherlich nicht umsetzen, und ich habe auch einiges nicht verstanden – aber ich habe einiges davon umgesetzt, und es hat mir geholfen.
13. In einem Satz: Was hat sich für Sie am meisten verändert?
Es geht eigentlich alles viel, viel besser. Ich bin wacher, fitter und habe wieder Spaß – und vor allem wächst das Selbstwertgefühl.